Was kostet eine professionelle Website in der Schweiz?
Wovon der Preis einer Firmenwebsite abhängt, welche laufenden Kosten für Hosting, Domain und Wartung dazukommen und wie Sie Offerten fair vergleichen

Inhalt dieses Artikels
Eine professionelle Website kostet so viel, wie ihr Umfang, ihre Inhalte und ihre Funktionen verlangen. Eine kompakte Firmenwebsite mit wenigen Seiten ist ein ganz anderes Projekt als ein mehrsprachiger Auftritt mit Online-Buchung oder Kundenkonto. Zum einmaligen Preis kommen laufende Kosten für Hosting, Domain und Wartung. Dieser Artikel zeigt, welche Faktoren den Preis bestimmen und wie Sie Offerten sinnvoll vergleichen.
Warum gibt es keinen Einheitspreis?
Unter dem Wort "Website" laufen sehr unterschiedliche Projekte. Das KMU-Portal des SECO unterscheidet selbst zwischen einer einfachen Firmenwebsite, die auch eine Person mit Grundkenntnissen in Informatik erstellen kann, und komplexen, dynamischen Websites, für die es den Beizug von Fachleuten empfiehlt. Zwischen diesen beiden Polen liegt fast jedes KMU-Projekt.
Wir nennen in diesem Artikel bewusst keine Marktdurchschnitte. Uns ist keine öffentlich zugängliche Primärquelle bekannt, die für die Schweiz belastbare Durchschnittspreise ausweist. Eine Zahl ohne Quelle hilft Ihnen beim Budgetieren nicht weiter. Hilfreicher ist es zu verstehen, woraus sich ein Preis zusammensetzt.
Welche Faktoren bestimmen den Preis?
Umfang und Struktur
Wie viele Seiten braucht Ihre Website und wie viele unterschiedliche Seitentypen gibt es? Eine Startseite, eine Leistungsübersicht, eine Teamseite und eine Kontaktseite sind schnell geplant. Jeder zusätzliche Seitentyp mit eigenem Aufbau bedeutet mehr Konzept, Design und Umsetzung. Wiederkehrende Seiten mit gleichem Aufbau, etwa mehrere Leistungsseiten, sind meist weniger aufwendig als viele Einzelstücke.
Design
Eine angepasste Vorlage ist günstiger als ein Design, das von Grund auf für Ihr Unternehmen entsteht. Der Unterschied liegt nicht nur im Aussehen, sondern auch darin, wie gut die Seite zu Ihren Inhalten und Zielen passt. Mehr dazu lesen Sie im Artikel über individuelles Webdesign. Dass die Website auf Smartphone, Tablet und Desktop gut funktioniert, sollte in jeder seriösen Offerte enthalten sein, siehe Responsive Design.
Inhalte
Texte und Bilder werden bei der Budgetierung oft unterschätzt. Die zentrale Frage lautet: Wer liefert was? Wenn Sie Texte selbst schreiben und eigene Fotos haben, sinkt der Aufwand beim Anbieter. Wenn Texte erst entstehen müssen oder ein Fotoshooting nötig ist, steigt er. Beides ist legitim, es muss nur in der Offerte stehen.
Funktionen
Ein Kontaktformular ist etwas anderes als ein Buchungssystem, ein Shop oder eine Anbindung an Ihr CRM. Jede Funktion kostet in der Entwicklung und oft auch im Betrieb, etwa durch Lizenzen oder Wartung. Wenn Sie wissen möchten, welche Systeme dahinterstehen können, hilft der Artikel CRM und ERP einfach erklärt.
Sprachen
Jede zusätzliche Sprache bedeutet Übersetzung, Kontrolle und spätere Pflege. Auch Rechtstexte gehören dazu: Der EDÖB empfiehlt, eine Datenschutzerklärung in allen Sprachen anzubieten, in denen die Website verfügbar ist.
Einmalige und laufende Kosten im Überblick
| Kostenart | Rhythmus | Frage an den Anbieter |
|---|---|---|
| Konzept, Design, Umsetzung | einmalig | Wie viele Korrekturrunden sind enthalten? |
| Texte, Bilder, Übersetzungen | einmalig, bei Änderungen erneut | Wer liefert die Inhalte? |
| Hosting | monatlich oder jährlich | Sind Backups, SSL-Zertifikat und Support enthalten? |
| Domain | wiederkehrend | Auf wen ist die Domain registriert? |
| Wartung und Updates | laufend oder nach Aufwand | Wer kümmert sich um Sicherheitsupdates? |
| Lizenzen | je nach Produkt einmalig oder wiederkehrend | Welche Schriften, Bilder und Plugins sind lizenziert? |
Zur Domain ein praktischer Hinweis: .ch-Domains verwaltet Switch als offizielle Registrierungsstelle, registriert werden sie über einen Registrar. Aus unserer Sicht sollte die Domain auf Ihr Unternehmen laufen und nicht auf die Agentur. So behalten Sie die Kontrolle, auch wenn Sie später den Anbieter wechseln.
Ein transparentes Beispiel: die Pakete von WEBLILO
Damit die Theorie greifbar wird, hier unsere eigenen Preise als Beispiel. Sie sind kein Marktdurchschnitt, sondern zeigen, wie ein klar definierter Umfang aussehen kann:
- Website: CHF 1'500 einmalig plus CHF 14.90 pro Monat für das Hosting. Seiten, Sprachen und alle Website-Funktionen sind inklusive, und es gibt keine feste Zahl an Korrekturrunden.
- Business: CHF 2'500 einmalig plus CHF 14.90 pro Monat. Zusätzlich zur Website enthalten sind unter anderem 500 Visitenkarten, zwei Google-Bewertungsständer mit QR-Code, zehn Google-NFC-Bewertungskarten, ein TWINT-Sticker mit Einrichtungshilfe sowie Einträge auf local.ch, search.ch, Apple Maps, Bing Places und im Google-Unternehmensprofil.
- Digitalpartner: auf Anfrage. Alles aus den anderen Paketen plus IT-Beratung und individuelle Software, weil der Umfang von Projekt zu Projekt sehr unterschiedlich ist.
Die vollständige Übersicht finden Sie unter Pakete. Wichtig ist uns dabei nicht der Preis allein, sondern dass Sie vor dem Start wissen, was enthalten ist und was nicht.
Wie vergleichen Sie Offerten richtig?
Zwei Offerten lassen sich nur vergleichen, wenn sie dasselbe beschreiben. Diese Punkte helfen dabei:
- Gleicher Umfang: Stimmen Seitenzahl, Funktionen und Sprachen überein?
- Inhalte: Wer schreibt die Texte, wer liefert die Bilder, wer übersetzt?
- Korrekturrunden: Wie viele Feedbackschlaufen sind im Preis enthalten, und was kostet jede weitere?
- Laufende Kosten über mehrere Jahre: Rechnen Sie die einmaligen Kosten plus die monatlichen oder jährlichen Kosten zum Beispiel auf drei Jahre hoch. Erst so sehen Sie die Gesamtkosten.
- Eigentum und Zugang: Gehören Domain, Inhalte und Zugangsdaten Ihnen?
- Nach dem Launch: Wie schnell und zu welchen Konditionen werden Änderungen umgesetzt?
- Technische Qualität: Ist die Website für Mobilgeräte optimiert und schnell? Hintergründe dazu im Artikel über Ladegeschwindigkeit.
- Rechtliches: Ist eine Datenschutzerklärung vorgesehen, wenn die Website zum Beispiel ein Kontaktformular hat? Mehr dazu unter Datenschutz auf der Website.
Ein hypothetisches Beispiel: Eine Physiotherapiepraxis in Emmen erhält zwei Offerten. Offerte A ist einmalig günstiger, Hosting und Wartung werden aber separat nach Aufwand verrechnet. Offerte B ist einmalig teurer, enthält dafür Hosting, Updates und zwei Korrekturrunden. Welche günstiger ist, zeigt sich erst, wenn die Praxis beide über drei Jahre durchrechnet und prüft, welche Leistungen sie tatsächlich braucht.
Woran erkennen Sie eine seriöse Offerte?
Eine gute Offerte beschreibt Leistungen konkret, nennt laufende Kosten offen und sagt, was nicht enthalten ist. Vorsicht ist angebracht bei Versprechen wie garantierten Google-Platzierungen: Google hält in seiner eigenen Dokumentation fest, dass niemand eine Platzierung auf Rang 1 garantieren kann. Ebenso sollten Sie skeptisch sein, wenn unklar bleibt, wem die Website nach Projektende gehört.
Fazit
Den einen Preis für eine Website gibt es nicht. Entscheidend sind Umfang, Design, Inhalte, Funktionen und Sprachen, dazu die laufenden Kosten für Hosting, Domain, Wartung und Lizenzen. Wer Offerten mit gleichem Umfang vergleicht und die Kosten über mehrere Jahre rechnet, trifft eine deutlich bessere Entscheidung als mit dem tiefsten Einstiegspreis allein. Wenn Sie Ihr Vorhaben einordnen möchten, können Sie uns gerne über die Kontaktseite schreiben.
Häufige Fragen
- Gibt es einen Durchschnittspreis für eine Website in der Schweiz?
- Uns ist keine öffentlich zugängliche Primärquelle bekannt, die belastbare Durchschnittspreise für die Schweiz ausweist. Die Spannweite ist gross, weil Umfang, Inhalte und Funktionen stark variieren. Vergleichen Sie deshalb konkrete Offerten mit gleichem Leistungsumfang.
- Welche laufenden Kosten fallen nach dem Launch an?
- Üblich sind Hosting, die Domain, Wartung und Updates sowie je nach Website Lizenzen für Schriften, Bilder, Plugins oder externe Dienste. Fragen Sie bei jeder Offerte nach, was davon enthalten ist.
- Ist eine günstige Website automatisch schlechter?
- Nein. Entscheidend ist, ob der Umfang zu Ihrem Bedarf passt und klar beschrieben ist. Ein tieferer Preis mit sauber definierten Leistungen kann besser passen als ein höherer Preis mit vagen Angaben.
Quellen

Elijah Nhek
Software Engineer und Gründer von WEBLILO in Luzern. Entwickelt Websites und Software für Unternehmen in der Schweiz
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